Am 11. Juni fällt der Startschuss für das größte Fußballevent des Jahres. Das Eröffnungsspiel findet in der Soccer City statt – eines von zehn Stadien, welche als Wahrzeichen für das Fußball-Spektakel in Südafrika dienen werden. Die Bauchemie-Sparte der BASF hat zum Bau von nicht weniger als sechs der zehn Stadien beigetragen.
Bei den Stadien, in denen BASF-Produkte und BASF-Expertise zum Einsatz kamen, handelt es sich um das Peter Mokaba Stadion in der Limpopo-Provinz, das Green Point Stadion in Kapstadt, in Johannesburg (Gauteng) die beiden Stadien Soccer City/Soweto und das Royal Bafokeng Stadion/Rustenburg, außerdem das Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth und das Moses Mabhida Stadion in Durban.
“Die Herausforderungen, denen sich die Bauteams stellen mussten, waren beachtlich. Sie arbeiteten nach einem engen Zeitplan, mussten strikte technische Spezifikationen erfüllen, sich mit schwierigen Transportbedingungen arrangieren und mit Rohmaterialien zurechtkommen, die sich oft nur bedingt für die vorliegenden Aufgaben eigneten. Diese Herausforderungen waren nur mit viel Geschick und Einfallsreichtum zu meistern“, erklärt Paul Lowndes, Leiter des Regionalen Marketings bei BASF Construction Chemicals für die Region Naher Osten, Afrika und Zentralasien.
Die BASF hat die Aufträge ihm Rahmen der Stadionprojekte aufgrund technologischer Kompetenz, wettbewerbsfähiger Preise und hoher Lieferzuverlässigkeit erhalten. Das Team der BASF vor Ort verfügt über tiefgehendes technisches Know-how und pflegt enge Servicebeziehungen zu seinen Kunden. Dies ermöglichte es BASF, die Herausforderungen des Baus von Fußballstadien in Südafrika, zu meistern.
Die Beiträge der BASF zu Fußballstadien in Südafrika sind von großer Bedeutung, wenn es darum geht, zukunftsorientierte Lösungen und Methoden der BASF in den südafrikanischen Bausektor einzuführen.
„Südafrika befindet sich in einer Phase intensiver wirtschaftlicher Entwicklung und hat einen großen Bedarf an fortschrittlichen Lösungen und Baumethoden. Wir gehen davon aus, dass, je mehr führende Baufirmen zeigen, was moderne Lösungen hinsichtlich Qualität und Kosteneffizienz leisten können, desto mehr Vertrauen Ingenieure und Architekten in Südafrika in solche Lösungen setzen und sie vermehrt in ihre Spezifikationen von Gebäuden aufnehmen werden“, sagt Lowndes.
Die Lösungen der BASF für das Peter-Mokaba-Stadion, das Green-Point-Stadion und für das Soccer-City-Stadion zeigen beispielhaft den Beitrag der BASF zum Stadionbau in Südafrika.
Im Peter Mokaba Stadion in Limpopo waren Betonzusatzmittel der BASF für den Bauunternehmer Wilson Bayly Holmes-Ovcon (WBHO) entscheidend für den Projekterfolg. Die Architektur dieses 800 Millionen Rand teuren Stadions erforderte den Einsatz von fast 60.000 Kubikmeter Beton. Auf die Auswahl der geeigneten Betonzusatzmittel für den Rohbau sowie für die Produktion von nahezu 10.000 würfelförmigen Betonfertigteilen vor Ort kam es wesentlich an.
Die Betonzusatzmittel der BASF erfüllten die Anforderungen. Das für lokale Bedingungen entwickelte Glenium® SKY 586+ ermöglichte einen für tragende Strukturen geeigneten Beton, der kosteneffizient mit dem in der Gegend verfügbaren, sehr groben Betonzuschlag hergestellt werden konnte. Das Zusatzmittel sicherte eine längere Verarbeitbarkeit des Betons, was bei hohen Temperaturen essentiell ist, und verlieh dem Material eine erhöhte Frühfestigkeit für einen zügigen Baufortschritt.
Eine zweite Herausforderung war, die 10.000 Fertigbeton-Würfel anzufertigen. In einem äußerst engen Zeitrahmen mussten der Beton angemischt, die Form bereitgestellt, das Element gegossen und zum richtigen Punkt auf der Baustelle transportiert werden. Die Elemente mussten eine Festigkeit von 16MPa erreichen und Fertigelemente für die Bestuhlung mussten ein hervorragendes Schalbeton-Finish aufweisen.
Das Hochleistungsfließmittel Glenium® ACE 360 der BASF erleichterte das Einbringen des Betons in die Gussform und gab ihm eine hohe Frühfestigkeit, was die Produktion der Fertigbetonteile deutlich beschleunigte. Die erforderte Festigkeit wurde mit Cem II 42.5. Zement erreicht.
“Der Erfolg eines jeden Bauprojekts hängt von der Lieferqualität ab. WBHO und BASF Construction Chemical verbindet eine langjährige Geschäftsbeziehung. Der exzellente Service dieser Firma, die wettbewerbsfähigen Preise und die hohe Qualität ihrer Produkte machen sie zu einem vertrauenswürdigen Partner“, sagt Piet van Heerden, Contracts Director für WBHO.
Das 4,5 Milliarden Rand teure, glasüberdachte Green Point Stadion in Kapstadt mit 68.000 Plätzen ist als ein Allwetter-Mehrzweckstadion konzipiert. Aufgrund seiner ökologisch nachhaltigen und technologisch fortschrittlichen Bauweise wird es bereits “African Renaissance Stadion” genannt. Drei Ränge bieten jeweils 23.000 Zuschauern Platz, welche durch eine gläserne Dachkonstruktion geschützt werden, während sich das Spielfeld selbst unter freiem Himmel befindet.
Im Green Point Stadion hat sich das Mastertop® 1332 Beschichtungssystem der BASF als ein wichtiger Bestandteil der Gesamt-Lösung bewährt.
Im Durchgangsbereich auf der Ebene 2 wird der meiste Fußgängerverkehr zu erwarten sein, zudem sind unter dem Boden wesentliche Teile der Elektrik eingebaut. Hierfür war adäquater Schutz von grundlegender Bedeutung: Das wasserbeständige Mastertop® 1332 Beschichtungssystem der BASF vermochte die strengen Auflagen der Bauunternehmungen Murray & Roberts und WBHO zu erfüllen.
„Der Kunde forderte Beständigkeit – es musste für mindestens 10 Jahre garantiert sein, dass der Belag auf der 14.600 Quadratmeter großen Fläche den zu erwartenden Belastungen durch Fußgänger und Fahrzeuge sowie durch Umwelteinflüsse gewachsen sein wird“, so Paul Lowndes. „Also schlugen wir Mastertop® 1332 vor, ein UV-stabiles Mehrschichtsystem auf Polyurethanbasis, das bereits zuvor mit beachtlichem Erfolg beim Royal Bafokeng Stadium eingesetzt worden war.“
Das Mastertop® System ist rissüberbrückend, äußerst abriebfest und das Oberflächenprofil kann den jeweiligen Ansprüchen entsprechend gestaltet werden: Im Falle des Green Point Stadiums bedeutete dies eine funktionelle, wasserbeständige und rutschfeste Bodenlösung.
Der Einbau von 22.000 Quadratmetern Mastertop 1332 dauerte nur drei Monate, von September bis Ende November 2009, womit die rechtzeitige Fertigstellung des Projektes gesichert wurde.
BASF bot noch weitere Speziallösungen für den Bau des Stadions, darunter Masterflex®, eine Lösung für flexible Dehnfugen auf Silikonbasis, und eine 2.000 Quadratmeter große Ucrete®-Speziallösung für alle Catering-, Küchen-, Reinigungs- und Verwaltungsbereiche.
Die Ucrete®-Palette für Spezialbodenlösungen sorgt für eine optimale Kombination von Eigenschaften für verschiedene Einsatzbereiche, wie z.B. Rutschfestigkeit in Trocken- wie Nassbereichen, ein hohes Maß an Hygiene, einfache Reinigung und eine hohe Widerstandsfähigkeit bei extremen Belastungen, wie Abrieb und Kontakt mit verschiedensten Chemikalien.
“Die Nachfrage nach Performance Flooring - Lösungen ist deutlich gewachsen seit ihrer Einführung im südafrikanischen Markt 2006. Sie sind nicht nur technologisch fortschrittlich und auf spezielle Anforderungen in den verschiedensten Industriebereichen zugeschnitten – nach 20 Jahren weltweiter Anwendung wissen unsere Kunden mit Sicherheit, was diese Produkte leisten können“, so Lowndes.
Andere Herausforderungen stellten sich im Soccer City Stadion in Soweto. Dieses Stadium, zuvor unter dem Namen FNB bekannt, war das allererste Fußballstadion von internationalem Rang, das in Südafrika gebaut wurde. Für die Großveranstaltung 2010 wurden allerdings Umbauten und Reparaturen erforderlich. BASF lieferte eine breite Palette von Ausbau- und Reparaturprodukten, darunter Fugendichtstoffe und Reparaturmörtel.
„Um schadhafte Stellen in vorhandenen Betonstrukturen zu beseitigen, wählten wir Emaco® 303, einen polymermodifzierten Einkomponenten-Reparaturmörtel auf Acrylbasis. Dieses Produkt wirkt wie ein glättender Mantel, der Poren, Lufteinschlüsse und andere Schwachstellen abdichtet, bevor eine weitere Schutzschicht aufgetragen wird. Neben dieser Funktion profitierte der Bauunternehmer aber davon, dass sich Emaco®, sich farblich dem bereits vorhandenen Beton anpassen lässt“, sagt Lowndes.
Auch das Delvo® ECO System der BASF für die Wiederverwertung von Fertigbeton kam zum Einsatz. Lowndes hierzu: „BASF nimmt den Wandel der Betonbranche hin zu nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Methoden sehr ernst. Durch die Möglichkeit, 60% des innerhalb von 48 Stunden zurückgeführten Fertigbetons und 100% des Reinigungswassers zu recyclen, hilft das Delvo®-System den Fertigbeton-Lieferanten, den drängenden Forderungen nach saubereren Herstellungsumgebungen gemäß der ISO-Norm 14000 nachzukommen, sowie Geld zu sparen.“
Über den Unternehmensbereich Construction Chemicals
Der Unternehmensbereich Construction Chemicals ist der führende Anbieter chemischer Systeme und Formulierungen für Kunden aus der Bauindustrie. Durch kontinuierliche Innovation sowie maßgeschneiderte Lösungen hilft der Bereich seinen Kunden erfolgreicher zu sein. Die Geschäftseinheit Admixture Systems unterstützt im besonderen die Kunden in der Transportbeton-, Fertigteil- und Betonwarenindustrie sowie im Tunnel- und Bergbau. Die Geschäftseinheit Construction Systems bietet Produkte in den Bereichen Sport- und Industrieböden, Wärmedämmverbundsysteme, Fassadensysteme, Dehnfugen, Holzschutzmittel und insbesondere Ausbauprodukte wie etwa Mörtel, Reparaturmörtel, Fliesenkleber oder Abdichtungssysteme. Der Unternehmensbereich betreibt Produktions-Standorte und Vertriebszentren in über 50 Ländern und erzielte im Jahr 2009 mit rund 7.100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund
2 Milliarden Euro.
Über BASF
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen und Veredlungsprodukten bis hin zu Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien und Öl und Gas. Als zuverlässiger Partner hilft die BASF ihren Kunden in nahezu allen Branchen, erfolgreicher zu sein. Mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die BASF erzielte 2009 einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende rund 105.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.
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